23.05.2020

Tageslosung

Mose sprach: Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch: den Segen, wenn ihr gehorcht den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich euch heute gebiete; den Fluch aber, wenn ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des HERRN, eures Gottes.

5. Mose 11,26-28

Lehrtext

Dient dem Herrn Christus! Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.

Kolosser 3,24-25

Feiertag

Christi Himmelfahrt

Woche

21.05.2020 bis 23.05.2020

Erklärung

Himmelfahrt
Die Bibel erzählt in den vier Evangelien die Geschichte, in der Jesus vor den Augen seiner Freunde von einer Wolke aufgenommen und ihren Blicken entzogen wird - in den Himmel. Seit dem 4. Jahrhundert feiern Christen 40 Tage nach Ostern Christi Himmelfahrt. Dabei geht es nicht um eine phantastische Reise. Genau wie die Geschichten von der Auferstehung Jesu sagt die Geschichte von seiner Himmelfahrt: Jesus ist nicht im Tod geblieben, er ist bei Gott.
Ursprünglich gab es kein eigenes Himmelsfahrtsfest. Die ersten Christen haben die 50 Tage nach Ostern als eine einzige Festzeit gefeiert. Für viele Menschen ist Christi Himmelfahrt ein wenig greifbares Fest. So sind im Mittelalter viele Bräuche entstanden, die das Geschehen vorstellbarer machen sollten: Im Spätmittelalter zum Beispiel schwangen zwei Priester im Gottesdienst ein Weihrauchfass und erzeugten eine sichtbare Wolke, die zum Himmel, zumindest aber zur Kirchendecke zog.
Bis zum 19. Jahrhundert war es in vielen Kirchen Brauch, am Himmelfahtstag eine Christusfigur am Ende des Gottesdienstes zu einer Öffnung in der Kirchendecke zu ziehen: Christus schwebt gen Himmel. An manchen Orten wurde anschließend ein Teufel hinabgeworfen, der von den Gottesdienstbesuchern getreten und zerrissen wurde - Zeichen dafür, dass der Teufel nun endgültig überwunden ist.
Heute werden in vielen evangelischen Kirchen Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert.
In katholischen Gemeinden haben sich bis in die heutige Zeit Himmelfahrtsprozessionen gehalten: Sie erinnern daran, dass Christen ein 'wanderndes Volk' sind, auf dem Weg zu Gott. Wohlwollende Deutungen sehen darin den Ursprung der Vatertagsausflüge. Tatsächlich wurde der Vatertag 1910 von der Amerikanerin Louisa Dodd, deren Vater im Sezessionskrieg gekämpft hatte, ins Leben gerufen. Seit Anfang der dreißiger Jahre wird er in Deutschland am Himmelfahrtstag begangen - einen Zusammenhang mit dem christlichen Feiertag hat er nicht.

Informationen zum Kirchenjahr siehe www.daskirchenjahr.de

Thema

Die Herrschaft Christi

Wochenspruch

Christus spricht: Und ich, wenn ich erhöht werde von der Erde, so will ich alle zu mir ziehen.
Johannes 12,32

Wochenlied

Jesus Christus herrscht als König (EG 123)
Wir feiern deine Himmelfahrt (Wwdl+ 216)

Liturgische Farbe

Kontaktstelle für Paramentik
© Bettina Kammerer, Stuttgart

Predigttext

Johannes 17,20-26

20Jesus hob seine Augen auf zum Himmel und sprach: Vater, ich bitte nicht allein für sie, sondern auch für die, die durch ihr Wort an mich glauben werden, 21dass sie alle eins seien. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir, so sollen auch sie in uns sein, auf dass die Welt glaube, dass du mich gesandt hast. 22/Und ich habe ihnen die Herrlichkeit gegeben, die du mir gegeben hast, auf dass sie eins seien, wie wir eins sind, 23ich in ihnen und du in mir, auf dass sie vollkommen eins seien und die Welt erkenne, dass du mich gesandt hast und sie liebst, wie du mich liebst. 24Vater, ich will, dass, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir gegeben hast, damit sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; denn du hast mich geliebt, ehe die Welt gegründet war. 25Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht; ich aber kenne dich, und diese haben erkannt, dass du mich gesandt hast. 26Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, damit die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen.